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Reisen

Reise – Abende

öffentliche Veranstaltungen zu vergangenen Velo-Reisen
Berichte, Erlebnisse, Bilder, Eindrücke

Di, 12. November 2019, Rathaus Willisau
(Volkshochschule Willisau)

Nordwärts

Die Punkaharju-Landbrücke in den Saimaa-Seen

Nach den vielen Veloreisen in den Osten und Südosten zur Abwechslung einmal in den Norden:

Während 4 Wochen in 21 Etappen von den Saimaa-Seen an der russischen Grenze westwärts durch den Süden Finnlands und von Stockholm durch Südschweden nach Göteborg; einsame Wälder, unzählige Seen, vereinzelte Höfe, Inselhüpfen über die Schären, Städte zwischen Tradition und Moderne, . . .
1’880 km mit viel Gegenwind durch (fast) unberührte Natur und pulsierende Zentren

(Mehr dazu folgt im Herbst/Winter )

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Balkan —- zum Dritten !

Nach bereits zwei Touren durch den Balkan (2010 von Belgrad nach Tirana, 2012 von Udine nach Thessaloniki) zog es mich 2018 noch einmal nach Südost-Europa, um einige mir bisher wenig bekannte Regionen zu „er-fahren“. Ab dem 21.Mai war ich  einen Monat lang auf zwei Rädern unterwegs in Serbien, Mazedonien und Bulgarien.
Eine mehrheitlich bergige Region mit zahlreichen Pässen – für mich auch ein Test, ob mich die 72 Jahre allmählich zum Kürzertreten zwingen würden . . .

In Serbien startete ich ab Belgrad südwärts, um über Rozaje in der Nordost-Ecke von Montenegro den Westen und Süden des Kosovo von Pec bis Prizren und über die Passstrasse und Kacanik  nach Mazedonien zu gelangen. Am kosovarischen Grenzübergang gab es allerdings kein Durchkommen, da Kosovo (als einziges europäisches Land ohne Visums-Pflicht!) keine ID, sondern nur Pässe akzeptiert. So blieb mir nichts anderes übrig, als über 2 Pässe wieder zurück ins serbische Novi Pazar zu fahren und Kosovo im Norden und Osten zu um-fahren.In Kombination mit Taxi und Velostrecken erreichte ich nach 2 Tagen die Grenze von Mazedonien bei Presevo und konnte ab Skopje die Tour gemäss Plan durch den Westen und Süden des Landes fortsetzen: Tetovo, Mavrovo-Nationalpark, Prilep, Strumica und ab Delcevo nach Bulgarien in die Bergregionen mit den Rila-, Pirin- und schliesslich den Rhodopen-„Gebirgen“ entlang der griechischen Grenze bis Kardzali. Während im ersten Teil Bulgariens vor allem die Natur-Erlebnisse  im Vordergrund standen, kamen im zweiten Teil mit den 3 Städten Veliko Tarnovo, Plovdiv und Sofia kulturelle und historische Highlights dazu. Schliesslich ging es wieder bergig über die Grenze in den Südosten Serbiens zurück bis Nis und mit dem Zug bis Belgrad zum Heimflug.

Und einmal mehr mit einer rundum positiven Bilanz (wenn man vom Grenzproblem Kosovo absieht): Dank der Routenwahl verkehrsarme, meist gute Strassen durch wilde Natur oder extensive Landwirtschaft, Dörfer mit freundlichen Menschen und traditionsreichen Gebäuden, interessante historische Stätten von den Skythen bis zur Moderne und dazu kaum mal Regen. Eine vielseitig interessante und (mit Ausnahme der grossen Städte und des bulgarischen Rila-Klosters) zum Glück touristisch noch  wenig erschlossene Region, die ich jedem weiter empfehle, der Ferien auch ohne Luxus geniessen kann.

Und für die Statistik noch eine Bilanz in Zahlen (Details s. unten):

während 142 Stunden über 26 Tagesetappen im Sattel für eine Gesamtstrecke von 2’498 km mit 24’240 m Steigung.
. . . da dürfte wohl auch für nächstes Jahr wieder eine Tourenplanung ins Auge gefasst werden !

Ein kleiner Bericht zur ganzen Reise folgt vielleicht im Laufe des Winters 18/19. Einiges davon ergibt sich vorläufig aus den 4 Photosammlungen mit Kurz-Beschrieb unter

Balkan III a : Belgrad – Skopje:        Belgrad – Skopje

Balkan III b :  Mazedonien:              (Nord-) Mazedonien

Balkan III c : Bulgarien 1                 Bulgarien 1

Balkan III d : Plovdiv – Sofia – Belgrad:  Plovdiv – Sofia – Belgrad        

die Route  mit Etappen-Orten gemäss meinem Plan ( im Gebiet Kosovo gab es dann eben unerwartete Änderungen!)

und hier die (gefahrene) Übersicht in Zahlen:

5 Tage über Bündner und Veltliner Pässe

Eigentlich war es im Herbst 2015 als Vorbereitung und Konditionstest für meine Veloreise Armenien-Iran von 2016 geplant. Schlechtes Wetter und ein früher Wintereinbruch machten damals aber einen Strich durch die Rechnung. Vergessen ging es aber nicht, und im Hinblick auf eine weitere längere Tour für 2018 schien es mir angebracht, meine Möglichkeiten zuvor doch noch zu prüfen. Und als die Wetterfrösche Ende August eine ganze Woche Schönwetter ankündigten, hiess es, schnell handeln!

21.August

Per Bahn von Sursee nach Landquart (530 m.ü.M.)und auf der ausgeschilderten Veloroute durch das Prättigau nach Klosters: die ersten 20 km auf sehr guten Velowegen und verkehrsarmen Nebenstrassen, aber ab Küblis wird es strenger. Die Route folgt in einem ständigen Auf und Ab  (mehr Auf!) der wilden Landquart, meist auf Schotterwegen, die in einzelnen Steilstücken auch mit Betonstreifen oder Rasengitter gesichert sind. Landschaftlich super, aber mit etwas Gepäck kraftraubend; einige Stellen sind zum Fahren ganz einfach zu steil! Ab Klosters-Platz auf der Kantonsstrasse über den Wolfgang-Pass (1’630 m) nach Davos.
Ab Davos (1’530 m) 15 lange Kilometer zur Flüela-Passhöhe (2’382 m.ü.M.) und rassige Abfahrt ins Unter-Engadin nach Susch (1’425 m.ü.M.). Da es trotz anderer Prognosen leicht regnet, verzichte ich auf die schöne, von früher her vertraute malerische Route jenseits des Inn und fahre auf der Kantonsstrasse bis Zernez (1’475 m.ü.M.).
Übernachten im gemütlichen und günstigen B&B Adler und feines Nachtessen im Hotel Spöl

von Küblis nach Klosters

 

Abfahrt ins Unterengadin

22.August

Start um 9 Uhr  zum Ofenpass: durch Lärchenwald, über Alpweiden und Geröllfelder und umgeben von zackigen Gipfeln eine Traumstrecke mit wenig Verkehr und ohne Steilstrecken. Der Nationalpark zeigt sich von der besten Seite! Und bei der Abfahrt von der Passhöhe  (2’150 m.ü.M.) in die Ebene von Tschierv hinunter kommt auch noch richtiges „Tremola-feeling“ auf. In Santa Maria (1’395 m.ü.M.) lohnt sich ein Spaziergang zur Besichtigung der Graffiti an den traditionellen Häusern. Schade, dass sich auch noch der Verkehr durch diese engen Gassen zwängen muss!
Die echte Herausforderung dieser Etappe beginnt erst jetzt: mit anfänglich über 15% geht es steil zum Dorf hinaus Richtung Umbrail! Zum Glück wird es aber ausserhalb der Häuser wieder „flacher“. Mit meinem Tourenvelo  mit Saccochen bin ich aber weiterhin der Exote neben den zahlreichen „Gümmelern“ mit ihren superleichten Rennvelos oder Mountainbikes. Erst vor Kurzem wurde zum Glück auch der oberste Abschnitt der Strecke asphaltiert, aber der lange Aufstieg von rund 1’100 m ist trotz einigen Trinkpausen noch schweisstreibend. Auf dem Umbrail (2’500 m.ü.M.) lohnt sich neben dem Zvieri-Plättli auch die Freilicht-Ausstellung zur Zeit des 1.Weltkriegs, als sich hier jenseits der Grenze die Front zwischen Italienischen und Österreichischen Truppen monatelang trotz ständigem Beschuss kaum bewegte. Heute verunstalten statt alter Festungsbauten Hotelkästen und Skilift-Masten den Horizont um das gegenüber liegende Stilfser Joch.

Nach den Strapazen die Belohnung: 20 km Abfahrt hinunter nach Bormio. Die Strasse ist teilweise sehr eng, einzelne Tunnels und Galerien kaum beleuchtet, Ränder ungesichert, dafür spektakuläre Tiefblicke –  und  hier führt immer mal wieder der Giro d’Italia durch? Wahrscheinlich „nur“ im Aufstieg!
Im abendlichen Bormio wimmelt es am frühen Abend von Touristen, aber im Hotel Gufo mitten in der malerischen Altstadt ist gerade noch ein Zimmer frei, und es bleibt noch genügend Zeit zu einem ausgedehnten Spaziergang und feinen Pizzocherie mit einem kräftigen Rotwein dazu.

am Ofenpass

auf dem Umbrail

hinunter nach Bormio

 

 

 

 

 

 

 

23. August

Von den Weltcup-Skirennen her ist ja Santa Catarina bekannt, aber das Tal dorthin ist ja eine Sackgasse. Auf einer regionalen Karte in Bormio entdecke ich aber, dass von dort her eine kleine Strasse über den Gavia-Pass ins Valle Camonica hinüber führt, von wo man über einen weiteren Übergang dann wieder ins Veltlin zurück gelangen kann. Also ausprobieren!
Von Bormio (1’210 m.ü.M.) gehts mit ständig wechselnden Steigungen durch kleine Dörfer und viel Wald gut 13 km in das mit Hotels,Restaurants, Ferienwohnungen, Souvenirläden und Freizeitparks voll gestopfte Santa Catarina (1’730 m.ü.M.) hinauf. Der Gavia-Pass scheint bei Gümmelern, Mountainbikern und Töff-Fahrern sehr beliebt; auf der engen Strasse sind vor allem 2-Rad-Fahrer mit und ohne Motor unterwegs. Landschaftlich ein Genuss mit Aussicht in die Talflanken mit abgelegenen Bauernhöfen und darüber Felszacken mit dem ersten (oder noch letzten) Schnee, körperlich für mich mit Tourenvelo und Gepäck und teilweise steilen Abschnitten eine rechte Herausforderung. Zum Glück habe ich  in Santa Catarina nochmals reichlich Wasser geladen! Die letzten 2 km sind endlich flacher. Die Passhöhe (2’620 m.ü.M.)mit den zwei Beizen scheint ein Radfahrer-Mekka zu sein: In der kleineren stösst man fast nur auf Vertreter dieser Sportart; die ganze Decke des Hauptraumes ist verziert mit Radfahrer-Trikots, der Giro d’Italia war ebenfalls schon einige Male hier, und wenn man den Gava 100 Mal bezwungen hat, wird man sogar Mitglied des „Cento Gava“-Clubs. Mir reicht das Eine Mal!
Die Abfahrt ins Valle Camonica ist mindestens so spektakulär wie diejenige vom Umbrail oder Stilfser Joch nach Bormio. Ab Ponte di Legno kann man 12 km durch Felder und zwischen kleinen Dörfern auf separatem Radweg gemütlich bis Incudine fahren und ist nur für die letzten 7 km bis Edolo (675 m.ü.M.) auf die verkehrsreiche Hauptstrasse. Ab hier geht es nochmals hinauf  nach Galleno (925 m.ü.M.), ein von Hotels, Läden, Ferienwohnungen, Autos und Touristen überquellender Mega-Ort. Welche Erholung, danach in rassiger Fahrt durch Wälder hinunter ins Veltlin nach Tresenda (375 m.ü.M.)sausen zu dürfen. Allerdings folgt nun der unangenehmste Abschnitt: im dichten Abendverkehr auf der Hauptstrasse bis Sondrio. Da  immer noch Touristensaison ist, finde ich nur noch im Hotel Schenatti am westlichen Stadtrand schliesslich ein Zimmer, bzw. eine Wohnung für 100 Euro!

oberhalb Santa Catarina

geschafft !

Abfahrt ins Valle Camonica

 

 

 

 

 

 

 

 

im Valle Camonica

24. August

Start mit frischen Brötchen und Espresso, danach eine Stunde Stadtbesichtigung per Velo und Weiterfahrt auf der Hauptstrasse westwärts Richtung Comersee. Nach 26 km Pause in Morbino bei frischen Trauben und Gebäck. Auf der Nordseite der Adda (Etsch) geht es auf  ruhigeren Strassen flach weiter über Dubino zum malerischen Lago di Mezzola. Hier bin ich mit 200 m.ü.M am tiefsten Punkt der ganzen Tour. Ein altes Strässchen ist als Radweg markiert und führt neben der Alten Bahnlinie mit ihren Tunnels direkt dem See entlang, der auch bei einem kurzen Bad  eine willkommene Abkühlung bringt. Ab Giumello geht es dem Damm der Mera entlang praktisch verkehrsfrei weiter bis zur Brücke von Gordona. Die Mera hat sehr viel Wasser, das aber ganz eigenartig grau ist. Erst in Chiavenna erfahre ich aus den Zeitungsschlagzeilen vom Bergsturz bei Bondo im Bergell vom Vortag. Vorerst geht der Veloweg nun aber kurvenreich und steil in die Hügel bei Prato Camportaccio hinauf. Auf der Hauptrasse ginge es viel einfacher, aber dieser Abstecher durch Naturwiesen und Gebüsch ist trotzdem lohnend.
Die malerische Altstadt von Chiavenna (320 m.ü.M) lockt zum Bleiben, aber dann wären am nächsten Tag gleich 1’800 Meter zu überwinden. Und obwohl sich nach 66 km und heissen 35 Grad langsam der innere Schweinehund meldet, trete ich doch nach eineinhalb Stunden wieder in die Pedale. Gleich zu Beginn geht es schon steil aufwärts. Nach 2 Stunden und einigen Trinkpausen erreiche ich schliesslich das heutige Tagesziel Campodolcino (1’100 m.ü.M); der erste Ort seit Chiavenna, wo die Häuser nicht an den steilen Hängen kleben, sondern sogar Platz für ein Sportfeld besteht. Entsprechend ist hier auch ein grösserer Ferienort entstanden, von wo aus auch noch mit einer Bergbahn durch einen Tunnel Madesimo (laut Werbung älteste Wintersportort Italiens) mit dem Pizzo Groppera erreicht werden kann, von wo aus Roger Schawinsky mit seinem Piratensender der SRG Konkurrenz machte. Im Hotel Europa am oberen Ende des Ortes (Corte) finde ich ein ruhiges günstiges Zimmer mit allem nötigen Komfort

Sondrio

 

Gallivaggio
(Valle San Giacomo)

am Lago Mezzola

 

 

25.August

Um 07.30 ist es noch kühl und  schattig, aber bestens für den Start zum letzten grossen Aufstieg. Auf der alten Passstrasse geht es durch den Wald zunächst zum Dörfchen Isola mit dem gleichnamigen Stausee hinauf ,um schliesslich auf 1’450 m.ü.M. vor dem Tunnel nach Madesimo wieder in die Hautstrasse einzumünden. Auch auf der Strecke zum Splügenpass folgen zunächst einige Tunnels, bevor man auf ca. 1’850 m bei Stuetta die Hochebene mit dem Stausee erreicht. Mächtige Steinhäuser prägen noch das Bild des Dörfchens Montespluga und erinnern an die Glanzzeiten des Passverkehrs. Nochmals einige steile Serpentinen, und nach 60 km ab Campodolcino ist auf 2’114 m.ü.M. die Passhöhe mit dem alten Zollgebäude erreicht. Auch hier sind neben Autos und luxuriösen Motorrädern praktisch nur Rennvelos und Mountainbikes unterwegs. Bei den einzigen Fahhrrädern mit Gepäck, die ich bei der Talfahrt kreuze, handelt es sich um E-bikes!
Die lange Talfahrt von den kühlen 6 Grad auf dem Pass in die Sommerhitze von  schon wieder über 30 Grad in Splügen lässt alle Mühen des Aufstiegs vergessen. Auf der signalisierten Veloroute geht es dem Hinterrhein entlang talwärts mit den spektakulären Abschnitten durch die Rofla- und Via Mala-Schluchten, mit Zwischenhalt in Zillis zur Besichtigung der Kirche mit der berühmten bemalten Kasetten-Decke.
Ein Abstecher über steile Schotterwege zum Kulturingenieur-Kollegen Ruedi Küntzel in Paspels treibt nochmals den Puls in die Höhe; nach Dusche und einem kühlen Bier im Schatten der Reben stosse ich in Rothenbrunnen wieder auf die Veloroute. Sie führt mit dem „Polenweg“ hoch über den Rheinauen durch Wald und schliesslich einen Golfplatz nach Domat/Ems  und Chur. Nach kurzer Irrfahrt durch die Stadt kann ich gerade noch knapp mein Velo in den Zug hissen, und schon geht es heimwärts. Zum Glück habe ich die SBB-App und kann mein Billet so noch im Fahren lösen, während ich mich vom Schweiss abtrockne . . .

letzte grosse Talfahrt !

Rheinauen bei Rhäzüns

Rofla-Schlucht

. . . und die Bilanz:
                                    eine tolle Trainings-Tour in grossartiger Umgebung

 

                                                . . .  und noch bereit für eine neue Veloreise im 2018 !                          

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ARMENIEN – IRAN 2016

Armenien – Iran        :    eine Verbindung von Europa und Orient
ایران Armenien

Karte Projekt Armenien_Iran
Die Reise – Route

Die neuste Veloreise ist inzwischen (Herbst 2016) schon Vergangenheit, aber für mich beim Ordnen der Bilder sofort wieder lebendige Gegenwart mit vielen bleibenden Eindrücken

  • von Tbilisi (Georgien) durch Armenien und den nördlichen Iran bis Isfahan
  • Zwei Länder mit einer langen Geschichte, grossen Kultur und fremden Sprachen
  • Städte, Seen, Bergpässe, Meer, Klöster, Moscheen, Märkte, …. und viel Natur !
  • 37 Tage
    mit 23 Reise-Etappen,

    mit 2’290 km und rund 23’300 Höhenmeter

Die Reisezeit verbringe ich nicht gerne mit Schreiben (wäre auf dem iPhone auch etwas mühsam!),  deshalb gibt es auch keinen Reise-Blog von unterwegs.
Ein Reisebericht als Tagebuch folgt dann stückweise im Laufe des Winters 2017/18 anhand meiner Notizen von unterwegs…

>> Vorläufig die über GPS aufgezeichnete Route mit einigen Photos von unterwegs
(die Karte heranzoomen / vergrössern und automatisch ablaufen lasen oder im linken Feld die Photos anklicken und schauen, wo das war . . . ):

http://www.a-trip.com/tracks/view/186644

. . . und ausführlicher ausgewählte Bilder in 3 Blöcken:

1.   aus dem Abschnitt Armenien (von der georgischen Hauptstadt Tbilisi bis zur iranischen Grenze)

Armenien 2016

2.   aus dem Iran (von der Grenze über Täbriz und die Küste des Kaspischen Meer bis nach Teheran)

Iran 2016-1

3.   und schliesslich aus dem letzten Abschnitt (von Teheran bis Isfahan)

Iran 2016-2

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Franche-Comté

eine 4-Tages-Tour zwischen Jura und Saône

  • vom Rhein durch das südlichste Elsass zum Rhone-Rhein-Kanal
  • durch tiefe Täler und Schluchten über Hochebenen
  • über Jura-Pässe an die Rhone und zum Genfersee

Route:

Tag 1: Basel – Ferrette – Seppois – Dannemarie – Montbéliard – St.Hippolyte – (Pont-de-Roide)  (142 km / 910 Hm)

Tag 2: (Pont-de-Roide) – St.Hippolyte – Vallée Dessoubre – Pierrefontaine – Vercel – Gonsans – Mamirolle – Ornans (112 km / 1’040 Hm)

Tag 3: Ornans – Cléron – Nans (Source du Lison) – Salins-les-Bains – Poligny – Lac de Chalait – L’Abbaye (124 km / 1’800 Hm)

Tag 4: L’Abbaye – St.Claude – Col de la Serra – St.Germain-de-Joux – Bellegarde – Genève   (113 km / 1’300 Hm)

Schwarzwald

In 3 Tagen auf Umwegen von Schaffhausen durch den südlichen Schwarzwald nach Basel

  • durch Rebberge und natürliche Flusslandschaft
  • über die Schwäbische Alb zu mittelalterlichen Städten
  • durch fast endlose Wälder auf den höchsten Schwarzwaldgipfel
  • steile Aufstiege und lange Abfahrten
  • auf Strassen, guten Radwegen und vielen Schottersträsschen

die Route:

1.Tag: Schaffhausen – Klettgau – Wutach-Tal – Donaueschingen . Villingen  (90 km / 1’080 Hm)

2.Tag: Villingen – Vöhrenbachg – Kaltenherberg – Schwarzenbach – Titisee – Feldbergf – Todtnauerberg ( 85 km / 1’630 Hm)

3. Tag: Todtnauerberg – Gschwend – Todtmoos – Gersbach – Fuchsberg – Dinkelberg – Lörrach – Basel (89 km / 1’140 Hm)

 

zu den Bildern der Tour : Schwarzwald 2015

 

  • P1020044
  • P1020043
  • P1020039
  • P1020028
  • P1020034

Tour de Corse 2014

Mit dem Velo rundherum und quer durch die bergige Insel in 12 Tage von Bastia bis  Bastia

7. – 18. September 2014

Strassen mit meistens wenig Verkehr und immer wieder neuen Aussichten;
viel Natur, malerische Dörfer, schöne Städte und Städtchen, gutes Essen
9 Etappen mit 860 km und 11’600 Höhenmetern

zu den Bildern der Tour : Tour de la Corse

Seite in Bearbeitung . . .

KATONDWE / ZAMBIA 2014

Katondwe Hospital

Zam-207
Das erweiterte „Sanitär“-Team Katondwe

Auf Vermittlung des Senior Expert Corps (SEC) 4 Wochen  in Katondwe (Zambia)
zur Überprüfung der (prekären) Wasserversorgung für das Katondwe Hospital

 

 

 

Das Katondwe Hospital

Etwa 300 km östlich der Hauptstadt Lusaka, unmittelbar an der Grenze zu Moçambique am Ufer des Luangwa, führen  polnische Ordensschwestern beim Ort Katondwe ein Spital für Patienten aus der Region. Patienten kommen aber auch aus dem benachbarten Moçambique sowie aus Zimbabwe. Das Spital wurde 1929, ausgehend von der dortigen Missions-Station, gegründet und ist seither ständig gewachsen. Der Gebäudekomplex biete heute Raum für rund 100 stationäre Patienten, deren Angehörige in dieser Zeit oft ebenfalls hier bleiben; zusätzlich kommen täglich mindestens so viele Patienten zur ambulatorischen Behandlung hierher. Die 5 polnischen Schwestern des Ordens „Little servants of Mary Immaculata“ führen dass Spital mit zahlreichen einheimischen Ordensschwestern sowie 2 -3 Ärzten. Zum Spital gehören neben einfachen Behandlungsräumen und einer Apotheke auch eine grosse Küche sowie Betriebsgruppen  für den Unterhalt der gesamten Anlagen: Elektriker, Sanitär, Schreiner, Maurer, Gärtner, …. meist wenig ausgebildetes Personal unter Leitung von jeweils einem erfahrenen Berufsmann.

Ein Hauptproblem stellt seit langer Zeit die Sicherstellung der Wasserversorgung dar. Seit 1940 wird Wasser aus einer mittels Diesel-Aggregat betriebenen Grundwasserfassung geliefert. 1950 wurden zwei kleine Bäche in der Nähe mit einem Erddamm gestaut, was den Einsatz von hydraulischen Widdern ermöglicht, die dieses Wasser in ein kleines Reservoir pumpen. Neben der ungenügenden Qualität dieses Wassers reicht aber auch die Menge häufig nicht mehr. Sowohl Ausfälle dieser Pumpen wie auch Mängel am Leitungssystem machten sich immer stärker bemerkbar.

SOLIDAR MED unterstützt den Aufbau medizinischer Infrastrukturen im ländlichen Afrika. In diesem Rahmen fördert das Hilfswerk auch die Ausbildung von medizinischem Personal. Am Spital Katondwe werden einheimische Studenten im Praktikum auf diesem Weg gefördert. SOLIDAR MED unterstützt das Spital in dieser Tätigkeit und hilft insbesondere bei der Erstellung von Unterkünften für diese StudentInnen. Auch dieses zusätzliche Personal erhöht den Bedarf von Wasser, weshalb die Organisation schliesslich eine grundsätzliche Überprüfung der Wasserversorgung-Situation in die Wege leitete und dazu beim Senior Expert Corps (SEC) um entsprechende Fachleute ersuchte.

Vom 16.März untersuchte ich während 3 1/2  Wochen die Verhältnisse vor Ort und verfasste dazu eine Analyse mit konkreten Vorschlägen für die Sanierung und den Ausbau der Wasserversorgung zu Händen der Spital-Leitung. Es bleibt nun den polnischen Schwestern überlassen, welche Massnahmen sie im Rahmen der beschränkten finanziellen Mittel wann umsetzen wollen.

Neben dem Arbeitseinsatz nutzte ich die Zeit auch für kurze Velo-Ausflüge am Wochenende mit einem geliehenen Fahrrad sowie einem Abstecher zu den Viktoria-Fällen am Ende meines Aufenthaltes in Zambia

 

Seite im Aufbau  . . .

 

zum Picasa-Album Zambia : Zambia 2014

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Belarus – Ukraine 2013

 

 

Belarus – Ukraina 2013

28. Mai – 26. Juni 2013
Strecke: 2’116 km, Aufstiege: 8’406 m,  reine Fahrzeit: 118 Std.

Nach Velotouren durch (fast) sämtliche Länder Ost- und Südost-Europas blieb noch Belarus (Weissrussland) als weisser Fleck in meiner Karte. Wenig bekannt und aus verschiedenen Gründen offenbar auch nicht als attraktives Reiseland eingestuft, wollte ich das doch mal genauer kennenlernen. Die Karpaten kannte ich bisher nur von der Süd- und Westseite her (Slowakei, Rumänien, Moldawien), und so ergab sich eine gute Kombination für eine einmonatige Tour: Vilnius (Litauen) – Belarus von Norden nach Südwesten – Westukraine mit den Karpaten – Kiev (ab Chernivtsi per Bahn).

Eine Tour voller interessanter Eindrücke, die manches Vor-Urteil von uns „Westlern“ eindrücklich korrigieren kann:
– (fast) grenzenlose Natur
– (meist) gute verkehrsarme Strassen (zumindest in Belarus)
– sehr viele freundliche Menschen, die auch Interesse an Besuchern zeigen
– östliche Gastfreundschaft
– ausserhalb der Zentren Einblick in ein Europa, in dem die Zeit  aus vielerorts stehen geblieben scheint
– hemmungslos zur Schau gestellter Reichtum der Neureichen neben bedrückender Armut der nach dem Zusammenbruch zurückgelassenen
– . . . und doch noch Optimisten, die sich für eine besser Zukunft einsetzen

Routenübersicht Vilnius-Polozk-Minsk-Sarny-Lemberg-Chenivtsi Bahn: Ivano Frankies und Kiev
Routenübersicht
Vilnius-Polozk-Minsk-Sarny-Lemberg-Chenivtsi
Bahn: Ivano Frankies und Kiev

Vollständige Bildstrecke unter
1.  Vilnius – Belarus Nord

2. Minsk – Belarus Süd

3. Ukraine Nord

4Lviv

5. Lviv – Chernivtsi (Ukraine Süd)

6. Chernivtsi – Kiev

Mehr davon im ausführlichen Reise-Tagebuch :

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